Menü
StartseiteÜber unsAktuelles07. Dezember 2015 - Alternatives Gehaltsgespräch: Leistung statt Geld

WINGS

Aktuelles

07. Dezember 2015

Alternatives Gehaltsgespräch: Leistung statt Geld

 
Ist vom Gehalt die Rede, denken viele zuerst ans Geld. Doch wer gut verhandelt, hat meist zusätzliche Optionen. Sechs Tipps fürs alternative Gehaltsgespräch.
 

Alternative Gehaltsgespräche nach dem FernstudiumZum Jahresende stehen in vielen Unternehmen Gehaltsgespräche an, und es kann sein, dass der Chef bei der Frage nach mehr Geld genervt abwinkt. Doch das ist kein Grund zum Verzagen: „Abgesehen von der Bezahlung gibt es andere attraktive Wege, sich seine Leistung anerkennen zu lassen“, sagt Dagmar Hoffmann, Geschäftsführerin bei WINGS. Sie empfiehlt, sich bereits im Vorfeld eines Gehaltsgesprächs darüber zu informieren, welche Extras möglich wären und was für einen selbst infrage käme. So können neben monetären Anreizen berufliche und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten interessant sein, da sie die Qualifikation erhöhen und Gehaltssteigerungen nach sich ziehen können. Hoffmann: „Wer motiviert ist und sich selbst qualifiziert, besitzt ein größeres Leistungspotential und steigert seinen Wert fürs Unternehmen – und damit auch den Spielraum für die nächste Gehaltsverhandlung.“
 

Tipps für ein Gehaltsgespräch mit attraktiven Alternativen zu Geld

1. Loten Sie Möglichkeiten aus für einen Homeoffice-Tag 
Von zu Hause aus zu arbeiten verbessert das Familienleben, verringert Zeitaufwand sowie Kosten für den Arbeitsweg und macht flexibler. Der Vorteil für Unternehmen: Viele Mitarbeiter sind zu Hause angesichts des konzentrierteren Arbeitens produktiver als im Büro. „Immer mehr Unternehmen stehen dem Homeoffice offen gegenüber“, weiß Dagmar Hoffmann.

2. Fragen Sie nach Angeboten für Weiterbildungen „on the job“
Wer sich neben dem Job weiterbildet, wird besser, sichert seinen Arbeitsplatz, steigert seinen Marktwert und schafft sich gute Argumente für zukünftige Gehaltsgespräche. „Unternehmen gehen auf Anfragen nach jobbezogenen Weiterbildungen häufig ein, zumal ihnen keine zusätzlichen Abgaben oder steuerliche Belastungen entstehen“, so die WINGS-Geschäftsführerin.

3. Erkundigen Sie sich nach einer betrieblichen Krankenversicherung
Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) ist arbeitgeberfinanziert und damit eine besondere Form der gesundheitlichen Absicherung. Sie umfasst zum Beispiel Zahnersatzleistungen, Seh- und Hörhilfen, Krankentagegeld oder Chefarztbehandlung. „Die bKV wird bei mittelständischen und großen Unternehmen immer beliebter“, informiert Hoffmann.

4. Vielleicht kommt ein Dienstfahrrad für Sie in Betracht
Seit Ende 2012 unterstützt die Bundesregierung berufliches Fahrradfahren. Unternehmen erhalten für Zweiräder vergünstigte Sonderkonditionen. Mitarbeiter können sich über ihren Betrieb Fahrräder leasen. Die Raten hierfür werden direkt vom Bruttogehalt abgezogen, so dass ein geringeres Brutto versteuert werden muss.

5. Handeln Sie für sich gesundheitsfördernde Kurse und Trainings aus
Der Arbeitgeber kann jährlich bis zu 500 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei für Kurse zur Förderung der Gesundheit beisteuern. Das können Angebote zu Bewegungsgewohnheiten, zur Ernährung oder zur Bewältigung von Stress und Suchtmittelkonsum sein.

6. Wer eine Auszeit braucht, kann ein Sabbatjahr ins Gespräch bringen 
„Wer ein Sabbatical für sich in Betracht zieht, sollte seinen Chef darauf ansprechen, denn es kann durchaus zur Planung des Unternehmens passen“, sagt Dagmar Hoffmann. Längere Auszeiten zum Reisen, fürs Studium oder einfach zum Entschleunigen können dabei helfen, sich wieder voll auf die eigenen Ziele zu konzentrieren.