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06. April 2022

Wie wir unsere Identitätsdaten selbst verwalten

Eine Auskunft für den neuen Vermieter, den neuen Arbeitgeber oder die Bank – unsere Daten liegen an vielen unterschiedlichen Stellen vor. Und auch der Staat weiß so einiges über uns. Doch wer genau was weiß, das ist vielen von uns nicht klar. Und genau das möchte Dirk Wegener ändern. Der WINGS-Absolvent zeigt in seiner Master-Thesis einen Ansatz auf, wie Nutzer auf einfachem Wege ihre Identitätsdaten selbst verwalten können. Mit dieser Arbeit hat Dirk Wegener nun den 2. Preis beim Graduate Award gewonnen.

Dirk Wegener Master Wirtschaftsinformatik WINGS

Dirk Wegener hat sein berufsbegleitendes Fernstudium Master Wirtschaftsinformatik mit dem Master of Science (M.Sc.) abgeschlossen. Er hat Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt IT-Management und IT-Consulting studiert. Der IT-Architekt, der bei einem IT-Dienstleister für die Bundesverwaltung arbeitet, hat sich schon viel mit Identitätsmanagement beschäftigt. „Es gibt viele Prozesse, in denen ich mich als natürliche Person identifizieren muss. Eine sichere Identifizierung ist zum Beispiel nötig, wenn ich online ein Bankkonto eröffnen muss“, erklärt Dirk Wegener. Allerdings seien die Verfahren, die derzeit genutzt werden, relativ benutzerunfreundlich, sagt der 44-Jährige.

Geht es nach Dirk Wegener, dann ändert sich das bald. In seiner Masterarbeit widmet er sich dem Thema selbstbestimmte Identitäten. „Ich zeige einen Ansatz auf, wie selbstverwaltende Identitäten den Nutzer in die Lage versetzen, ihre Identitätsdaten selbst zu kontrollieren, weiterzugeben oder den Zugang zu unterbinden“, erklärt Wegener. Das könne zum Beispiel über eine Wallet-App auf dem Smartphone passieren. Zeugnisse, Urkunden, beglaubigte Kopien – alle Informationen zu einer Person könnten in der App  gesammelt und hinterlegt werden. Will beispielsweise ein Arbeitgeber Informationen über seinen künftigen Angestellten haben, so kann dieser dem Arbeitgeber Zugriff auf die Daten geben. „Ich kann dann ausschließlich die benötigten, spezifischen und relevanten Daten freigeben, die der Arbeitgeber einsehen darf und nicht pauschal alle Daten “, so Dirk Wegener.

Derzeit gibt es in Deutschland unterschiedliche Pilotprojekte, die den Gedanken SSI, der Self-sovereign identity, also der selbstbestimmten sicheren digitalen Identität, verfolgen. „Dafür gibt es bislang keinen standardisierten oder generalisierten Prozess. In meiner Master-Thesis habe ich dargestellt, wie zum Beispiel die Authentifizierung und die Freigabe von Daten erfolgen könnte. Zusätzlich habe ich Interviews mit Personen aus der Verwaltung und aus dem Umfeld von Identitätsanbietern geführt und hieraus Handlungsempfehlungen abgeleitet, wie man die Etablierung von SSI in Deutschland voranbringen kann“, erklärt Wegener. Das Thema SSI liegt ihm am Herzen. Seine Thesis hat er genutzt, um dieses Herzensthema weiterzubringen. „Wann immer ich die Möglichkeit hatte, habe ich im Studium Themen aus dem Gebiet des Identitäts- und Zugriffsmanagement eingebracht und bearbeitet. Da schwingt ein gewisser Idealismus mit, ich will die aktuelle Lage verbessern.“

Der Diplom-Finanzwirt hat sich für das Fernstudium an der Hochschule Wismar entschieden, weil er auf der Suche nach neuen Impulsen war. „Ich wollte mich weiterbilden und die WINGS hatte das beste Angebot dafür“, so Wegener. Geringe Präsenzphasen, hohe Vereinbarkeit von Beruf und Familie, vor allem die Flexibilität hat den Vater von zwei Kindern überzeugt. So sehr, dass er bereits überlegt, noch einen weiteren Master an der WINGS zu machen. „Vielleicht wird es dann ein IT-Security-Master“, so Wegener. „Aber das dauert noch etwas.“

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