Bachelor
Fernstudium Wirtschaftsinformatik

Bachelor Wirtschaftsinformatik | WINGS-Fernstudium
Kevin Niemann

Kevin Niemann

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Julian Engler

Julian Engler berichtet über seine Erfahrungen im Fernstudium Wirtschaftsinformatik bei WINGS

IT-Stabstelle und IT-Projektleiter

Sie haben eine spannende Projektarbeit im Fernstudium Bachelor Wirtschaftsinformatik verfasst: Worum ging es dabei?

Es ging um die Modellierung eines Prozesses mittels BPMN 2.0.. Kern dabei war es, die Modelliersprache korrekt und effektiv anzuwenden, sodass der modellierte Prozess für Dritte gut verständlich ist. In der Gruppenarbeit mit meinem Projektpartner haben wir einen Prozess modelliert, bei dem es um die Übertragung von Betriebsrenten bei einem Mitarbeiter geht, welcher das Unternehmen innerhalb eines deutschen Dax-Konzerns wechselt. Man muss sich dabei vorstellen, dass neben den üblichen Verträgen wie z.B. Arbeitsverträge ein zusätzlicher Vertrag benötigt wird, der die Übertragung von Unternahmen A zu B regelt. Ob es zu einer Übertragung kommt und wenn ja, in welcher Variante diese dann stattfindet, haben wir im Prozess zusammen abgebildet. Von daher hatten wir den Erfolg, eine hohe Komplexität mittels BPMN 2.0 gut leserlich und kompakt abzubilden. Dies war dann in der Präsentation nicht nur für das Auditorium spannend, sondern auch ein spannendes und erfolgreiches Erlebnis für uns selbst.

Wie sind Sie auf das Thema gekommen? Was waren die Herausforderungen?

Im Modul hatten wir die Wahl, uns für die Abbildung eines real existierenden Prozesses, oder eines erdachten Prozesses zu entscheiden. Wir haben uns dann für ein real existierenden Prozess bei mir im Unternehmen entschieden. Da das Thema sehr speziell ist und der Prozess mit seinen Entscheidungssträngen sehr viele Fallstricke beinhaltet, man Hintergrundwissen benötigt, um die jeweilige Entscheidung zu verstehen, gab es für uns drei große Herausforderungen:
1. Mein Projektpartner benötigte das notwendige Hintergrundwissen, was wir da eigentlich machen.
2. Es lag an mir, ihm genau das so zu erklären, dass er es versteht und damit arbeiten kann.
3. Man darf sich bei der Modellierung nicht zu sehr in der Tiefe und Komplexität verlieren.

Warum haben Sie sich für Ihr Fernstudium bei WINGS entschieden?

Ich bin mittlerweile 29 Jahre alt und habe das Studium mit 27 begonnen. Dies ist aber nicht mein erstes Studium. Ich hatte direkt nach dem Abitur ein Studium (Mathematik/Physik auf Lehramt) in Hannover an der Universität begonnen. Nach drei Semestern habe ich für mich erkannt, dass dieses Studium nichts ist. Vor allem empfand ich damals die Lehrinhalte als sehr theoretisch und wenig praxisnah. Zudem war die Methodik der Veranstaltungen für mich nicht geeignet (einer von 500 Studenten im Hörsaal, sehr wenig Bezug zum Lehrenden).
Aus diesem Grund hatte ich mich zunächst für eine Berufsausbildung (Industriekaufmann) entschieden und diese sehr gut abgeschlossen. Nach dem Abschluss habe ich lange mit mir gerungen, noch einmal ein Studium zu beginnen. Dies tat mir gut, da ich meinen beruflichen Schwerpunkt in meiner Alltäglichen Arbeit noch einmal (zum positiven) in Richtung „IT“ verschoben hat. Aus diesem Grund schien mir dann auch Wirtschaftsinformatik die beste Wahl als Studiengang.
Auf Grund der positiven Erfahrungen meiner Kollegen mit der WINGS fiel die Wahl auf diesen Bildungsträger. Mir war dabei vor allem eine gewisse Praxisnähe wichtig, sowie eine gute Betreuung durch den Bildungsträger. Es sind genau diese Punkte, welche ich bei meinem Erststudium vermisst habe.

Was macht Wirtschaftsinformatik für Sie zu einem spannenden Themenfeld?

Nach meiner Ausbildung hatte ich eine Sachbearbeiterstelle inne, in der ich genau diesen Prozess tagtäglich durchgeführt habe. Ich selber war mit diesem damals nicht zufrieden und hatte die Chance, ihn prozessual im Konzern zu reformieren. Zeitgleich hatte ich mir die Programmierung in VBA selbst beigebracht und den Prozess automatisiert, wodurch sich die Durchlaufszeit um über 80 Prozent verringert hat. Genau hier findet sich die Wirtschaftsinformatik interdisziplinär wieder und genau hier fühle ich mich wohl. Fachliche Anforderungen zu verstehen, diese zu analysieren und in Form von Informationstechnik aufzubereiten und ggf. zu verbessern ist mein „home turf“.

Was hat Ihnen im Studium bisher besonders gut gefallen?

Ich habe oben geschildert, welche Maßstäbe ich auf Grund meiner bisherigen Erfahrungen an das Studium und den Bildungsträger setze. Genau das ist es, was mir über weite Teile des Studiums gefällt. Natürlich gibt es auch Module deren Inhalt naturgemäß eher theoretisch (z.B. Grundlagen der Informatik) sind, aber auch hier wird immer versucht einen plausiblen Praxisbezug herzustellen. Auch die Betreuung durch die Mitarbeiter der WINGS ist sehr vorbildlich, ebenso die Kommunikation der Modulverantwortlichen und Tutoren.

Was konnten Sie aus dem Fernstudium für den Job mitnehmen?

BPMN 2.0 als Modellierungssprache ist in meiner aktuellen Situation als Projektleiter für ein größeres IT-Projekt sehr hilfreich. Ich glaube aber die Inhalte des Studiums verhalten sich in der Relevanz zum beruflichen Alltag genau so wie die meiner Berufsausbildung. Damit möchte ich sagen, sowohl eine Berufsausbildung, als auch ein Studium geben einem einen Kasten voll mit Werkzeugen, natürlich in anderer Form, Güte und Qualität. Es ist aber klar, dass nicht jedes Werkzeug in diesem Kasten zum Einsatz kommt. Und dennoch ist es beruhigend, wenn man beim Hineindrehen einer Spezialschraube den passenden Aufsatz im Werkzeugkasten hat. Bei mir ist es unter anderem BPMN 2.0.

Wie hat sich Ihr Leben durch das Fernstudium verändert?

Ich durfte stark an meinem eigenen Zeitmanagement arbeiten. Früher bin ich nach getaner Arbeit gerne aufs Mountainbike oder Rennrad gestiegen. Dies geht in dieser Intensität nicht mehr, ohne geht es aber auch nicht (um das vorwegzunehmen!). Im Moment möchte ich mein Leben als ein auf einem Stift balanciertem Dreieck beschreiben. An den Ecken befinden sich Job, Studium und mein Privatleben. Die Ecken des Dreieckes muss ich immer verschieben und dabei aufpassen, dass es noch auf der Stiftspitze ausbalanciert ist. Mal gelingt es mir gut, mal muss ich mir aber auch eingestehen, dass ich beim Balancieren von vorne beginnen muss. Das ist die wohl größte Änderung seit Beginn des Studiums.

Was würden Sie Studieninteressierten raten?

Mir fallen hierzu vier Dinge ein:
1. Hört auf Euch selber, bzw. in Euch rein! Mir hat die kaufmännische Ausbildung und die Sachbearbeitung sehr geholfen mich und meine Interessen noch einmal zu finden. Ohne diese Entwicklung und die ehrliche Selbsteinschätzung hätte ich womöglich etwas anderes, oder gar nicht studiert. Manchmal ist es auch gut mal die Außenwahrnehmung durch das Umfeld zu erfragen.

2. Informiert Euch! Sprecht mit Kollegen, Freunden Familienangehörigen. Die können Euch nicht nur ihre Wahrnehmung schildern, sondern standen selber mal vor so einer Entscheidung. Manch einer hat auch schon Erfahrungen mit einem Bildungsträger oder Studiengang gemacht. Nutzt verschieden Informationsveranstaltungen, um am Ende den Studiengang und Bildungsträger zu finden der zu den durch Euch definierten Maßstäben passt!

3. Seid realistisch! Wie bereits geschildert verstehe ich das Studium als eine Art Toolbox oder Werkzeugkasten. Ich bin nicht mit der Erwartung rein gegangen, dass mit dem Studium ich automatisch befördert werde. Beruflicher Erfolg kommt in meinen Augen vor allem eigenen Antrieb. Das Studium kann einem aber den Werkzeugkasten zur Seite stellen. Man muss am Ende selbst die richtigen Werkzeuge daraus nehmen und damit arbeiten.

4. Übernehmt Euch nicht! Ich finde das Dreieck auf der Bleistiftspitze als Beschreibung für meine momentane Situation als sehr trefflich. Aktuell fordert der Beruf sehr viel ein, was zu Folge hat, dass ich ein Urlaubssemester nehme. Am Ende will und werde ich das Studium erfolgreich abschließen. Es wird aber immer Situationen geben, in denen ich sehe, wie ich es richtig ausbalanciere. Dabei muss ich dann auch akzeptieren, mal eine der drei Seiten zurückzustellen. Dies ist in diesem Moment zunächst doof, insgesamt aber eine Erkenntnisgewinn den ich ziehen durfte, weil ich so gesehen habe, dass ich am Ende sowohl im Job, im Studium, als auch im privaten Leben vorankomme.

Sie möchten noch etwas sagen? Hier haben Sie die Gelegenheit dazu:

Das die Hochschule Wismar/die WINGS langjährige Erfahrungen in Sachen Fernstudium hat, ist vor allem in den Modulen der klassischen BWL zu sehen. Die Kombination aus Onlinevorlesung (Video), Studienbrief und Übungsaufgaben, zu denen es Lösungen oder sogar Tutorien gibt, wie auch eine gute Klausurvorbereitung durch den Tutor ist für mich ein didaktisches Modell, mit dem ich sehr gut klarkomme.