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Fernstudium finanzieren
 

Immer mehr Deutsche investieren in berufsbegleitende Weiterbildung – Tipps zur Förderung und Finanzierung.

Finanzierung Fernstudium | WINGSLaut einer aktuellen Studie des Fachverbands Forum DistancE-Learning belegten im Jahr 2013 rund 153.000 Menschen in Deutschland ein akademisches Fernstudium. Die Zahl hat sich seit 2008 fast verdoppelt. Die meist berufstätigen Studierenden investieren dabei nicht nur Zeit, sondern auch Geld. WINGS, das
Fernstudienzentrum der Hochschule Wismar, gibt Tipps zur Förderung und Finanzierung von Fernstudiengängen. „Es gibt in Deutschland sehr vielfältige Förderangebote und Finanzierungshilfen, ganz besonders auch für die berufsbegleitende Bildung. Die anfallenden Kosten sollten daher niemanden davon abhalten, sich für ein Fernstudium zu entscheiden“, sagt Dagmar Hoffmann, Geschäftsführerin bei WINGS.

1. Auf versteckte Kosten achten
Bevor sich jemand entscheidet, ein Fernstudium aufzunehmen, sollte er sich mit sämtlichen anfallenden Kosten genau auseinandersetzen. Im Idealfall sind die Preise der Fernstudienangebote bereits auf den Websites der Anbieter genannt. Wenn nicht, können Interessierte Infomaterial direkt – in der Regel telefonisch oder auch per E-Mail – für den gewünschten Studiengang anfordern; darin sind die Kosten detailliert beschrieben. Aus Sicht von Hoffmann sollte der Semesterbeitrag bereits alle Leistungen enthalten, die das Fernstudium unmittelbar betreffen: „Unsere Studierenden wollen vorab genau wissen, wie viel Geld sie im Laufe ihres Fernstudiums aufbringen müssen.“ Bei WINGS deckt der Semesterbeitrag daher alle anfallenden Kosten ab. Lediglich für die An- und Abreisekosten
zu den Präsenzveranstaltungen und Prüfungsterminen müssen die Studierenden zusätzlich aufkommen.

2. Finanzierung durch Ratenzahlung oder Bildungskredite
Einige Fernstudienanbieter bieten monatliche Ratenzahlungen an; in der Regel informieren sie darüber auf ihrer Website. Falls nicht, sollten Interessierte nicht zögern, den Anbieter direkt zu kontaktieren und sich danach zu erkundigen. „Es ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, dass sich ein Anbieter schon vor Studienantritt die nötige Zeit für eine ausführliche individuelle Beratung nimmt“, so Hoffmann. Eine Alternative zur Ratenzahlung kann ein Bildungskredit sein. Einige Banken haben Angebote zu Sonderkonditionen speziell für Studierende entwickelt. Der Vorteil: Sie müssen den Kredit erst zurückzahlen, wenn sie ihr Studium abgeschlossen haben.

3. Stipendien und weitere Förderprogramme
Stipendien und andere Förderprogramme sind im Gegensatz zu Krediten nicht mit einer späteren Rückzahlung verbunden. Es lohnt sich, darüber im Internet auf Websites von Unternehmen, Weiterbildungsanbietern und staatlichen Institutionen zu recherchieren. Zahlreiche Angebote richten sich dabei an bestimmte Personengruppen, etwa an alleinerziehende Mütter und Väter, an Mitarbeiter von kleinen und mittleren Unternehmen oder an Menschen mit Migrationshintergrund – die Zensuren spielen bei der Vergabe dieser Stipendien oftmals eine weniger bedeutende Rolle. Viele der Förderangebote gelten länderübergreifend. Darüber hinaus bieten zahlreiche Bundesländer zusätzlich landesspezifische Finanzierungshilfen an.

4. Unterstützung durch den Arbeitgeber
Viele Arbeitgeber sehen die berufsbegleitende Weiterbildung ihrer Mitarbeiter inzwischen als wichtige Investition für ihr Geschäft. Das Fernstudium bietet den Vorteil, dass die wenigen Präsenzveranstaltungen in der Regel nur an Wochenenden stattfinden – genauso bei WINGS. „Damit stellen wir sicher, dass Arbeitgeber ihre Mitarbeiter nicht extra für das Fernstudium freistellen müssen“, sagt Hoffmann. Interessierte sollten sich daher nicht davor scheuen, den Chef nach finanzieller Unterstützung zu fragen; wichtig ist es, ihn von den Vorteilen für das Unternehmen zu überzeugen.

5. Weiterbildung steuerlich absetzen
Der Staat fördert Weiterbildung durch individuelle Steuererleichterungen. Abhängig vom persönlichen Einkommen und der beruflichen Situation können Ausgaben für ein Studium als Werbungskosten oder Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Nach einem aktuellen Urteil des Bundesfinanzhofes vom Januar 2015 können Ausgaben für eine Zweitausbildung auch mehrere Jahre nach Abschluss der Ausbildung als Werbungskosten angegeben werden. Empfehlenswert ist, sich schon zu Beginn des Fernstudiums in einem persönlichen Gespräch mit einem Steuerberater über die individuellen Möglichkeiten einer Steuererleichterung zu informieren. Auch die zuständigen Finanzämter klären darüber auf.

Ausführliche Finanzierungstipps für das Fernstudium finden Sie im aktuellen WINGS-Finanzierungsratgeber.