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08. Dezember 2014 - Für den guten Zweck: Spenden ohne Geld auszugeben

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08. Dezember 2014

Für den guten Zweck: Spenden ohne Geld auszugeben

 
Spendenaufrufe, Bittschreiben, Charity-Veranstaltungen – zu keiner Zeit des Jahres bieten sich mehr Gelegenheiten, für wohltätige Zwecke zu spenden, als in der Vorweihnachtszeit. Joachim Winkler, Experte für das Management gemeinnütziger Einrichtungen, zeigt, welche Möglichkeiten es neben der klassischen Geldspende gibt, um sich für soziale Belange einzusetzen

Fernstudium Sozialmanagement WohltätigkeitWenn es darum geht, gemeinnützige Einrichtungen zu unterstützen, denken viele Deutsche zuallererst an eine Geldspende. Im Rekordjahr 2013 kamen so nach Angaben des Deutschen Spendenrates fast fünf Milliarden Euro an Spendengeldern zusammen. Für 2014 rechnet der Spendenrat bereits jetzt mit neuen Rekordwerten. Das meiste Geld fließt dabei traditionell im Dezember: Insgesamt 868 Millionen Euro – und damit beinahe jeder fünfte gespendete Euro – entfielen im vergangenen Jahr auf die Advents- und Weihnachtszeit. Auch die Einrichtungen selbst bevorzugen diesen direkten Weg: Mithilfe des Geldes können sie gezielt neue Projekte umsetzen und ihre tägliche Arbeit am Laufen halten. Dennoch gibt es auch Gründe, die dagegen sprechen. „Viele Menschen würden sich lieber auf eine andere Weise engagieren, als Geld zu spenden“, weiß auch Professor Joachim Winkler, Leiter des Online-Fernstudienganges „Bachelor Management von Non-Profit-Organisationen “ bei WINGS-Fernstudium. „Einigen ist die klassische Geldspende einfach zu unpersönlich“, so Winkler, „andere möchten zwar helfen, haben aber selbst nur ein begrenztes Budget.“ Für alle, die beabsichtigen, gemeinnützige Organisationen zu unterstützen, dafür jedoch kein eigenes Geld in die Hand nehmen möchten oder können, hat der Experte im Folgenden drei praktische Tipps.  

1. Engagement: Persönlicher Einsatz ist wertvoller als Geld
Dem Projekt „Zivilgesellschaft in Zahlen“ (ZiviZ) zufolge gibt es mehr als 616.000 gemeinnützige Einrichtungen in Deutschland. Sie alle leben davon, dass sich Menschen ohne messbaren Gegenwert für ihre Ziele einsetzen und ihre Projekte mit Leben füllen. Sich in seiner Freizeit für eine Organisation zu engagieren, ist daher in vielen Fällen wertvoller, als Geld zu überweisen. 

2. Sachspenden: Nur, wenn es erwünscht ist
Oft raten Experten von Sachspenden ab – und das auch völlig zu Recht: Landen die Spenden an der falschen Stelle, verursachen sie meist nur Aufwand und Kosten. Wer sich jedoch vorher darüber informiert, welche Spenden eine Einrichtung tatsächlich benötigt, kann beispielsweise mit gut erhaltenen Büchern, Möbeln oder Spielsachen dabei helfen, Gutes zu tun. 

3. Online-Portale und Charity-Apps: Neue Wege gehenWie so oft eröffnet auch das Internet neue Möglichkeiten: Wer etwa seine Online-Einkäufe bei Amazon und Co. über Portale wie Gooding.de oder kaufkroete.de abwickelt, kann einen Teil des Einkaufswertes an eine Einrichtung seiner Wahl spenden. Das Beste daran: Am Preis ändert sich nichts, das Spenden übernimmt der Online-Händler. Ebenso empfehlenswert: Die Lauf-App MovingTwice, bei der teilnehmende Unternehmen für jeden Kilometer, den die Nutzer beim Joggen zurücklegen, Geld spenden. Wer das Geld bekommt, legen die Nutzer vor jedem Lauf selbst fest.  

Non-Profit-Organisationen: Die Kunst, gleichzeitig wirtschaftlich und sozial zu denken
Für gemeinnützige Einrichtungen ist es oft erforderlich, all diese Wege gleichermaßen zu gehen, um ihre Projekte zu finanzieren und so ihre Ziele zu erreichen. Das weiß auch Professor Winkler. Bereits seit 2012 bildet der Soziologe Fernstudierende zu Managern sogenannter Non-Profit-Organisationen aus. „Die große Herausforderung beim Management von Non-Profit-Organisationen besteht darin, sowohl in betriebswirtschaftlichen Dimensionen zu denken als auch die sozialen, kulturellen oder gesellschaftlichen Ziele einer Einrichtung im Blick zu behalten“, so der Experte. „Zwar geht es bei gemeinnützigen Einrichtungen nicht um wirtschaftliche Gewinne, dennoch muss das Handeln einer Organisation kontinuierlich vor den Mitgliedern und Spendern gerechtfertigt werden. Deshalb ist der Bedarf an Menschen, die sich in beiden Welten souverän bewegen können, nach wie vor ungebrochen.“  

Das Online-Fernstudium „Bachelor Management von Non-Profit-Organisationen“
Online-Infoveranstaltungen: 20. Januar | 17. Februar 2015
Kostenlose Anmeldung zur Infoveranstaltung unter www.wings.de/non-profit/
Nächster Start: Wintersemester 2015/16
Einschreibefrist: 31. August 2015