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Aktuelles

13. Dezember 2010

Master Bauen mit Bestand erweitert Angebot für Architekten

 

Die Ausbildung von Architekten, Innenarchitekten und Bauingenieuren beschränkt sich in Deutschland zur Zeit noch fast vollständig auf Planungsmaßnahmen an Neubauten.

Ausbildungsangebote mit einem Schwerpunkt im Bereich der Gebäudesanierung gibt es daher bis heute ausnahmslos als Weiterbildungsstudiengänge oder als Vertiefungsrichtungen im Hauptstudium. Ein Großteil dieser Angebote setzt zudem den Schwerpunkt im planerischen und baulichen Umgang mit historisch wertvoller Bausubstanz - eine Aufgabe, welche in der Berufswelt der Architekten einen verschwindend geringen Umfang hat.

Dabei sind in allen Bereichen der Planung zum Teil gravierende Unterschiede festzustellen zwischen der Aufgabe Neubau und jener des Bauens mit Bestand. Dass diese Unterschiede nicht gelehrt werden, führt einerseits zu ökonomischen Risiken für Bauherren und Planer, andererseits zerstört es das Vertrauen in die Kompetenz der Architekten.

Der neue Aufbaustudiengang Bauen mit Bestand setzt neue Maßstäbe in der Weiterbildung junger Architekten, Innenarchitekten und Ingenieure.

Die Hochschule Wismar wird den berufsbegleitenden Fernstudiengang ab dem Wintersemester 2010/2011 anbieten.

Bauen mit Bestand - die Sanierung, der Umbau sowie die Erweiterung von Bauten - ist eine originäre Aufgabe von Architekten und wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle in deren Beruf spielen. Der Studiengang Bauen mit Bestand wird eine Lücke in dem heutigen Aus- und Weiterbildungsangebot schließen.

Bauen mit Bestand – ein frei finanziertes Weiterbildungsangebot

Im Gegensatz zu den in Deutschland üblicherweise staatlich finanzierten Präsenzstudiengängen ist Bauen mit Bestand ein durch Studiengebühren frei finanziertes Weiterbildungsangebot. Der akademische Abschluss „Master of Science (M. Sc.)" wird verliehen von der Hochschule Wismar, deren Tochtergesellschaft WINGS GmbH die wirtschaftliche Abwicklung verantworten wird.

Fernstudium in der Architekturausbildung – ein neuer didaktischer Ansatz mit starkem Praxisbezug

Bauen mit Bestand wird europaweit einer der ersten Fernstudiengänge für die klassische Architekturausbildung sein. Die wesentliche Innovation des Lehrkonzeptes ist dabei die Überführung des üblichen Projektunterrichtes mit Einzelbetreuung von der Präsenz- in die Fernlehre – das so genannte „Heimatstudium".

Das Curriculum des Fernstudiengangs Master Bauen mit Bestand gliedert sich in vier, unterschiedlich gewichtete, Gruppen: Grundlagenlehre, Projektunterricht und projektbezogene Fachgebiete sowie besondere Planungsaufgaben.

Hierbei kommt der Projektbearbeitung die größte Gewichtung zu. Anhand realistischer Aufgabenstellungen wird die Thematik Bauen mit Bestand praxisnah vermittelt. Alle Studierenden bearbeiten deutschlandweit dasselbe Projekt - so zum Beispiel „Umbau und Umnutzung einer Fabriketage zu Geschäfts- und Büroflächen" - um die Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Dabei werden von der Konzeption, über den Entwurf und die Detailplanung bis hin zur Leistungsbeschreibung sämtliche Planungsfelder des Architekten abgehandelt. Die beteiligten Dozenten sind so dazu in der Lage, Fachfragen nicht nur oberflächlich, sondern bis ins Detail zu beantworten.

Wissensgebiete, wie z.B. Tragwerksplanung, Bauphysik und technische Gebäudeausrüstung – in der Praxis üblicherweise durch Fachplaner abgedeckt – werden ebenfalls anhand der konkreten Aufgabe vermittelt. Das Projektstudium simuliert so den üblichen Planungsprozess und führt durch die Hilfestellung der Dozenten zu praxisgerechtem, anwendbarem Wissenszuwachs der Studierenden. Ausgewiesene Spezialisten ihres Fachs, zum großen Teil Autoren des kürzlich erschienenen Atlas Sanierung (Birkhäuser+Detail-Verlag) begleiten die Studierenden bei ihren Projekten und erweitern den Planungsbegriff so auf die gesamtheitliche Sichtweise.

Für die Betreuung der Entwürfe haben wir ein Netzwerk geschaffen, das es jedem Studierenden erlaubt, Konsultationen mit geringem Aufwand wahrnehmen zu können. Das Netzwerk wird gebildet aus einschlägig erfahrenen, zum Teil international renommierten Architekten, welche in den wichtigsten deutschen Ballungsräumen ansässig sind.

Zu Ihnen gehören, neben dem Studiengangsleiter und Dekan der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar - Prof. Georg Giebeler, auch die Architekten Petra Kahlfeldt (Kahlfeldt Architekten, Berlin), Martin Boden-Peroche (Code Unique Architekten, Dresden), die Gebrüder Brückner (Brückner Architekten, Tirschenreuth/Würzburg), Jórunn Ragnarsdóttir, (Lederer Ragnarsdóttir Oei, Stuttgart/Aschersleben) und weitere.

Dabei ist es beispielsweise einem Studenten aus Berlin freigestellt seine Konsultationen direkt bei Petra Kahlfeldt in Anspruch zu nehmen, oder aber auch das Netzwerk zu nutzen und einen anderen Betreuungstermin, womöglich in München bei den Architekten Burger Rudacs, wahrzunehmen.

Das Kompetenznetzwerk Bauen mit Bestand erweitert sich regelmäßig durch herausragende Absolventen unseres Studienganges. Diese werden sich durch ihre Ausbildung profilieren können und beliebte Ansprechpartner für entsprechende Bauaufgaben sein.

Zielgruppe des Lehrangebotes sind Praktiker mit abgeschlossenem, einschlägigem Hochschulstudium. An deren spezielle Bedürfnisse – die flexible Zeiteinteilung zwischen Berufspraxis und Weiterbildung – passt sich ein ausgeklügeltes Studienangebot an.

Dadurch ist es möglich das Studium zu beschleunigen – beispielsweise in einer zwischenzeitlichen Pause der Berufspraxis. Der Einstieg in das Fernstudium kann darüber hinaus sowohl im Winter- als auch im Sommersemester erfolgen. Neben der zeitlich flexiblen Betreuung der Entwüfe in der Nähe des Wohnortes, finden jährlich lediglich 2 Präsenzveranstaltungen, in Form von Projektwochen (am Standort des Projektes), statt.

Bewerber für den Master-Fernstudiengang Bauen mit Bestand sind erfahrene

Praktiker auf der Suche nach einer zusätzlichen Qualifikation, mit Nachholbedarf im Bereich Sanierung und Umbau und dem Interesse, Teil des Netzwerkes „Bauen mit Bestand" zu werden.

Das Studienprogramm startet im Herbst 2010 und ist für maximal 40 Studierende p.a. ausgelegt. Die Studiengebühren betragen etwa 15.000 Euro für das gesamte Studium