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Sozioökonomie von Sportgroßveranstaltungen

Inhalt:

Im Zuge von Kommerzialisierung und Professionalisierung des Sports hat sich der Charakter internationaler Sportgroßveranstaltungen grundlegend gewandelt. Durch die Entwicklung der modernen Kommunikationstechnologien sind die größten unter ihnen zu global inszenierten Medienereignissen geworden, die von Menschen aus allen Teilen der Erde wahrgenommen werden können. Mit der Zunahme ihrer Größe sowie ihrer medialen Reichweite ist nicht zuletzt die ökonomische Bedeutung von Sportgroßveranstaltungen stetig gestiegen.

Im Rahmen des Moduls werden zunächst, aufbauend auf ihren kulturhistorischen Wurzeln, wesentliche Perspektiven einer sozioökonomischen Betrachtung von Sportgroßveranstaltungen herausgearbeitet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf ihrer zunehmenden Zweckbindung/ Instrumentalisierung, d.h. ihrer Inanspruchnahme durch die Politik für sportfremde Ziele. Dazu kommt die Politisierung der Sportorganisationen selbst, unter Ausweitung ihres Handlungsfelds in diverse sportfremde Gesellschaftsbereiche.

Der Staat wiederum sieht sich mit dem Vorwurf eines ineffizienten Einsatzes von Steuermitteln konfrontiert. Eine offene und kritische Abschätzung der Kosten und Nutzen im Vorfeld erscheint, vor allem mit Blick auf gegenwärtige Ausrichterstädte/ -länder, angebracht (Olympische Winterspiele in den Subtropen, Fußball-Weltmeisterschaft in der Wüste usw.).

In der Lehrveranstaltung werden zunächst, anhand von Fallbeispielen und auf Basis der relevanten Fachliteratur, wesentliche Rahmenbedingungen sowie die jeweils besonderen Herausforderungen an das strategische Management von Mega-Sportevents erarbeitet und diskutiert. Darauf aufbauend erfolgt eine Einführung in die zentralen Konzepte und Methoden der Eventökonomik sowie der Impact-Forschung/ Wirkungsmessung. Anschließend werden Sportgroßveranstaltungen der vergangenen Jahre auf Basis dieser Methoden kritisch in den Blick genommen und evaluiert.

Qualifikationsziel:

Fachkompetenz/ Wissensverbreiterung

Die Teilnehmer lernen die Rahmenbedingungen von Sportgroßveranstaltungen und deren Entwicklung kennen und sind in der Lage, den Erfolg einer Sportgroßveranstaltung an Hand verschiedener Kenngrößen und Messkonzepte zu eruieren, die vielfältigen sozioökonomischen Wirkungen einschließlich sozialer Dysfunktionen und negativer Folgen einzuordnen sowie diese unter Rückgriff auf zentrale Konzepte der ökonomischen und sozialwissenschaftlichen Theorie zu erklären.

Methodenkompetenz/ Wissenserschließung

Die Studierenden erlernen den kritischen Umgang mit Daten aus unterschiedlichen Quellen und die Unterscheidung von Aussagen aus populärwissenschaftlichen und wissenschaftlichen Publikationen.

Fachübergreifende Kompetenzen/ Schlüsselqualifikationen

Der besondere Charakter von Sportgroßveranstaltungen verlangt eine interdisziplinäre Herangehensweise. Das Modul schult insofern in besonderer Weise die interdisziplinäre Problemlösungskompetenz.

Fachverantwortlicher

Prof. Dr. Sebastian Kaiser-Jovy, MBA

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über Fernstudium Master
Sportmanagement

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Ihre Ansprechpartnerin

Janina Werner

+49 3841 753 - 7954

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