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Erfahrungsbericht Dana Storch

Dana Storch WINGS-Fernstudium Deutschlandstipendium 

1. Wie sind Sie auf das Stipendium aufmerksam geworden und warum haben Sie sich gerade für dieses Förderprogramm entschieden? Wie haben Sie sich gefühlt, als Sie die Zusage erhalten haben? 
Während meines Erststudiums in Dresden habe ich mich nie für ein Stipendium beworben, weil ich dachte meine Leistungen wären sowieso nicht gut genug. Das berufsbegleitende Fernstudium an der Hochschule Wismar fordert mich neben meinem Vollzeitjob sehr und ich muss es komplett aus eigener Tasche stemmen. Neben den Studiengebühren fallen auch viele Nebenkosten wie Übernachtungen, Zugfahrten und Studienmaterialien für mich an. Beim Stöbern auf der Homepage der Hochschule Wismar bin ich dann auf das Deutschlandstipendium aufmerksam geworden. Angesichts meiner sehr guten Leistungen in den ersten beiden Semestern, habe ich mich dann doch auf den letzten Drücker für das fachgebundene Stipendium der Fakultät Gestaltung beworben. Die Zusage lag einige Zeit später im Briefkasten als ich gerade wieder zu einem langen Präsenzwochenende in Berlin war. Montagfrüh, auf dem Weg zur Arbeit, habe ich dann schnell noch meinen Briefkasten geleert und hielt völlig entgeistert diesen Brief mit der Zusage in der Hand. Ich habe mich so sehr über diese Anerkennung gefreut, dass mir ein paar Tränen in den Augen standen.

2. Was sind Ihre Ziele für das nächste Semester?
Ich möchte mich tiefgehender mit den Problemen im ländlichen Raum in meiner Region (Sächsische Schweiz) befassen. Man spürt überall diese Unzufriedenheit und sie spiegelt sich in den Wahlergebnissen der Kommunal- und Landtagswahlen in Sachsen 2019 wider. Obwohl wir in einer wunderschönen, weitestgehend naturbelassenen Region wohnen, gibt es doch spürbare Defizite und das Gefühl von der Politik nicht wahrgenommen zu werden. Ich befasse mich in verschiedenen Haus- und Projektarbeiten immer wieder mit dem Thema was sich konkret ändern muss und wie man diese Änderungen herbeiführen kann. Über die unterschiedlichen Semestermodule kann man sich von mehreren Seiten diesem Thema annähern. Am Ende des Studiums wünsche ich mir, mit meinen Ideen und Konzeptvorschlägen einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Situation in der Sächsischen Schweiz geleistet zu haben.

3. Sie sind ehrenamtlich tätig - wo engagieren Sie sich neben Ihrem Studium? 
Ich bin seit 2013 ehrenamtlich im Katastrophenschutz des Landkreises Sächsische Schweiz-Ostererzgebirge bei der Johanniter Unfall-Hilfe e.V. tätig. Viele Menschen verwechseln uns mit dem THW, aber wir sind eine medizinische Einheit, welche als Ergänzung zum Rettungsdienst bei großen Katastrophenlagen mit vielen Betroffenen/Verletzten, wie einem Zugunglück oder dem Elbehochwasser, zum Einsatz kommt. In solchen Fällen sind wir für die Erstversorgung der Verletzten oder für die Evakuierung hilfsbedürftiger, zumeist älterer Menschen zuständig. Unsere Hauptarbeit besteht jedoch in der medizinischen Absicherung von Großveranstaltungen, z.B. Marathon, Fahrradfest, Konzerte, Straßenfeste usw. Die meisten Menschen wissen nicht, dass nur diese Veranstaltungen nur durch ehrenamtliche Helfer abgesichert werden können. Vor meinem Studium war ich pro Jahr ca. 200 Stunden ehrenamtlich tätig. Momentan habe ich mein Ehrenamt auf die notwendigsten Termine reduziert, aber ich vermisse die Zeit sehr. Wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft, die sich aus den unterschiedlichsten Menschen, Altersgruppen und Berufen (hauptamtlich) zusammensetzt.

 

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