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Persönlich nachgefragt

Prof. Dr. D. Daentzer WINGS Fernstudium Master Gesundheitsmanagement

Prof. Dr. med. Dorothea Daentzer aus Springe
Fachärztin für Orthopädie und Neurochirurgie, Leitende Oberärztin, Orthopädische Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), DIAKOVERE Annastift

 1. Warum haben Sie sich für Ihr Onlinestudium bei WINGS entschieden?
Ich bin durch eine Anzeige im Ärzteblatt auf das Studium aufmerksam geworden, und die Inhalte auf der Website haben mich sofort angesprochen. Da ich immer schon an Weiterbildungen interessiert war, die einem auch die Möglichkeit geben, über den eigenen Tellerrand zu blicken, habe ich mir das Informationsmaterial zuschicken lassen. Dieses hat mich überzeugt. Sowohl der Aufbau und die Themen des Studiums als auch die Organisation und insbesondere die Vereinbarkeit mit dem Beruf durch den Hauptanteil an online zu absolvierenden Modulen kamen mir sehr entgegen. Deshalb habe ich die Chance genutzt, dieses Studium aufzunehmen.

2. Was hat Ihnen besonders gut gefallen?
Mir haben die Vielfältigkeit und Inhalte der Themen in den allermeisten Modulen sehr gut gefallen. Einen Großteil des Studiums haben online-basierte Module und Prüfungsleistungen (APL) ausgemacht, die sich deshalb relativ gut mit der beruflichen Tätigkeit vereinbaren ließen. Alle Präsenzphasen waren sehr gut organisiert und haben in der ganzen Gruppe auch viel Spaß gemacht. Hier konnten zudem freie Themen nach ihrer Erarbeitung in einer Kleingruppe vorgestellt werden, die eigenen Interessenschwerpunkten entsprachen. Zudem habe ich die Studiumsbetreuung als durchgehend ausgezeichnet empfunden, da alle Fragen immer zeitnah und umfassend beantwortet wurden.

3. Was konnten Sie aus dem Onlinestudium für die Praxis mitnehmen?
Aus allen Modulthemen und -inhalten konnte ich viel lernen und etwas für meine berufliche Beschäftigung mitnehmen. So kann ich viele Dinge, die außerhalb der eigentlichen klinischen Tätigkeit liegen, mit dem neuen Wissen besser beurteilen und auch kritisch betrachten. Das betrifft insbesondere die Themenkomplexe zum Management und Marketing, zum Recht sowie zur Organisation, Ökonomie und Politik im Gesundheitswesen. Aus der Master-Thesis konnte ich schließlich noch eine Publikation in einer Fachzeitschrift erstellen, welches die wissenschaftliche Relevanz der Abschlussarbeit hervorhebt und mich deshalb besonders freut.  

4. Wie hat sich Ihr Leben durch das Onlinestudium verändert?
Ich betrachte viele Dinge jetzt anders und habe auch mitgenommen, dass es für etliche Probleme, die im Gesundheitssystem existieren, keine Patentlösungen gibt. Diese betreffen insbesondere die zunehmende Arbeitsverdichtung und die chronische unzureichende Finanzierung im klinischen und ambulanten Sektor, die aus Sicht des klinisch Tätigen nicht nachvollziehbar erscheint. Es hilft mir dabei zu wissen, dass man als einzelner einer Organisation nur begrenzt Möglichkeiten hat, daran etwas zu ändern, sondern das Management in den Kliniken den Hauptanteil an einer erfolgreichen Krankenhausführung leisten und die Vorgaben für ihre Mitarbeiter machen muss. Dabei stelle ich immer wieder fest, dass diese Aufgaben selbst den „Profis“ in der Geschäftsführung erhebliche Schwierigkeiten bereiten.

5. Wie geht’s jetzt beruflich für Sie weiter?
Beruflich ändert sich im Wesentlichen nichts für mich. Allerdings werde ich mich, basierend auf dem Inhalt meiner Masterarbeit, wahrscheinlich auch in meiner Klinik intensiver mit dem Thema der Digitalisierung beschäftigen.

6. Ihr Fazit nach dem Studium?
Das Studium hat sich für mich sehr gelohnt, und ich habe es zu keinem Zeitpunkt bereut, noch einmal die anfangs wieder gewöhnungsbedürftige Rolle der Studierenden einzunehmen. Die Aufteilung von Online- zu Präsenzphasen war perfekt für mich. Auch der persönliche Kontakt zu meinen Kommilitonen war sehr bereichernd und hält hoffentlich noch an.

7. Was würden Sie Studieninteressierten raten?
Dieses Studium kann ich uneingeschränkt empfehlen, wenn man seinen Wissenshorizont rund um das Gesundheitswesen außerhalb der eigentlichen klinischen Tätigkeit erweitern möchte. Man sollte das Studium dann aber auch ernst nehmen und in Bezug auf den zeitlichen Aufwand realistisch einschätzen, da es kein Selbstläufer ist.

Sie möchten noch mehr berichten? Hier haben Sie die Gelegenheit dazu:
Einen großen Dank möchte ich Frau Sylke Satow als Studienkoordinatorin zukommen lassen, deren Unterstützung bei allen Fragen immer zeitnah und zielführend war. Auch haben sich die allermeisten Dozierenden sehr viel Mühe gegeben, die Modulinhalte sowohl in den Vorlesungen als auch den übrigen Lernmaterialien zu vermitteln. Ebenso habe ich die Inhalte und Bewertungen der Prüfungsleistungen ganz überwiegend als angemessen empfunden und bin mit dem Gesamtergebnis sehr zufrieden.

Frau Prof. Dr. Daentzers Thesis-Thema "Die Videosprechstunde – Eine Potenzialanalyse auf der Grundlage einer aktuellen Bestandsaufnahme unter Orthopäden" wurde inzwischen als wissenschaftlicher Beitrag in der "Zeitschrift für Orthopädie und Unfallchirurgie veröffentlicht. Das Abstract zum Artikel können Sie hier lesen.