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Fernstudium Bachelor Sportmanagement

Christoph Bieler, Tirol

Nordischer Kombinierer - Weltmeister und Olympiasieger


Background

Mein Name ist Christoph Bieler, ich bin 35 Jahre alt und komme aus Österreich. Ich bin seit vielen Jahren Mitglied der österreichischen Nationalmannschaft der Nordischen Kombinierer. Nordische Kombination, d.h. Skispringen und Langlaufen. Meine größten Erfolge sind Olympiasieger und Weltmeister mit dem Team sowie WM und Olympiadritter. Nebenbei habe ich bisher fünf Weltcupsiege feiern dürfen.

Sie leben in Österreich, absolvieren aber ein Fernstudium in Deutschland. Wie funktioniert das?
Seit ca. einem Jahr habe ich mir größere Gedanken bezüglich meiner beruflichen Weiterbildung nach dem Sport gemacht und habe versucht mich schlau zu machen, welche Art von Studium mich interessiert und in welcher Form eine Ausbildung auch noch neben meinem Sport funktionieren könnte. Bald wurde mir klar, dass es in Österreich sehr schwierig sein wird, Studium und Sport unter einen Hut zu bringen, da einfach das Angebot bei uns fehlt ein Fernstudium auszuüben, welches keine Anwesenheitspflicht verlangt. Aber genau dieser Punkt war mir sehr wichtig, da ich mehr als 200 Tage im Jahr auf Trainingslehrgängen und Wettkämpfen unterwegs bin und ich in der Ausübung meiner Sportart keine Einschränkungen haben wollte. Als ich von einem Teamkollegen, der ebenfalls an der Hochschule Wismar ein Fernstudium absolviert, auf diese Institution aufmerksam gemacht wurde, informierte ich mich näher und war sofort vom Ablauf des Studiums begeistert. Die grossen Vorteile sind die verschiedenen Standorte der HS Wismar (für mich München, von Tirol sehr gut und schnell erreichbar) und nur zwei Wochenenden Präsenzveranstaltungen pro Semester, an denen Prüfungen absolviert werden.

Mit dem Nationalkader der Nordischen Kombinierer sind Sie im Winter ständig unterwegs. Macht das Studium dann Zwangspause?
Natürlich stellen für mich als Wintersportler auch diese Wochenenden im Wintersemester ein kleines Problem dar, da die Wettkämpfe ausschließlich an Samstagen und Sonntagen stattfinden. Aber auch für dieses Problem hat die HS Wismar ihre Lösungen und arbeitet sehr individuell. Prüfungstermine und Prüfungsstandorte sind flexibel und können so gelegt werden, dass ich auch im Wintersemester mit meiner Ausbildung vorankomme. Die jeweiligen Professoren sind bemüht durch individuelle Betreuung und Studienablaufplanung auf die zeitlichen Zwänge der Athleten Rücksicht zu nehmen. So können z.B. viele Prüfungen als Hausarbeiten absolviert werden und sind so auch in der Wettkampfzeit machbar.

Sie haben bereits 2006 Olympisches Gold gewonnen. Haben Sie damit
nicht ausgesorgt? Wozu da noch studieren?

Ausgesorgt, das wäre schön. Aber leider gehört unsere Sportart doch eher zu den Randsportarten,wo man zwar bei guten Erfolgen während des Sports ganz gut leben kann, aber darüber hinaus wird es dann schon wieder recht eng. Ein Grossteil der Leute vergisst dabei, dass wir Sportler ja nach Beendigung der Karriere nicht direkt ins Berufsleben einsteigen können. Auch wegen fehlender Ausbildung. Und genau um diese Zeit der Ausbildung etwas zu verkürzen bin ich froh, dass es das Fernstudium an der HS Wismar gibt. Heutzutage ist ein Olympiasieg zu wenig um automatisch einen guten Job angeboten zu bekommen. Daher ist ein akademischer Grad an einer staatlichen Hochschule ein ganz wichtiger Ausweis der eigenen intellektuellen Fähigkeiten für ein Unternehmen zum Einstieg in eine Managerkarriere. Ich hoffe natürlich sehr, dass mir dieser Hochschulabschluss in Verbindung mit meinen sportlichen Erfolgen zu einem guten Job verhilft, mit dem ich genauso glücklich bin wie derzeit als Sportler.

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Andy Mischke

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